Kredit-Magazin News vom 25.07.2008
Spanische Kredit Krise weitet sich weiter aus
Die Immobilienkrise in Spanien weitet sich zunehmend auch auf andere Branchen aus und bedroht die spanische Wirtschaft. Das Land erlebte europaweit in den vergangenen Jahren den größten Bauboom, die Wohnungspreise stiegen um bis zu 500 Prozent. Nach dem Platzen der Immobilienblase wurden im ersten Quartal dieses Jahres 28 Prozent weniger Wohnungen verkauft als im Vorjahreszeitraum. Zudem sinken die Preise für Neubauwohnungen zum ersten Mal seit zehn Jahren, laut Prognose soll der Preisverfall bis 2011 bis zu 20 Prozent betragen. Bereits Mitte Juli hatte der spanische Immobilien-Riese Martinsa Fadesa nach hohen Verlusten auf dem Aktienmarkt und Schulden in Höhe von etwa 5,4 Mrd. Euro Konkurs angemeldet.
Spanische Kredit Banken und Sparkassen hatten Kredite leichtfertig ohne ausreichende finanzielle Sicherheiten oder Eigenmittel durch die Kreditnehmer vergeben. Eine Besonderheit stellt zudem die spanische Baufinanzierung dar. Anders als Kredite in Deutschland laufen diese in Spanien nicht auf Jahre mit festen Zinsen, sondern die Bauzinsen werden immer wieder den Marktpreisen angepasst. So ließen die steigenden Zinsen selbst Besserverdienende in Schwierigkeiten kommen. Entsprechend groß ist inzwischen die Anzahl der notleidenden Kredite.
Der Bausektor stellte den Motor des spanischen Wirtschaftswachstums dar. Durch die Krise steigt die Zahl der Arbeitslosen rasant an und hat inzwischen die Marke von neun Prozent erreicht, Tendenz steigend. Ein Drittel der Arbeitslosen entstammt der Baubranche. Zusätzlich entwertet eine Inflationsrate von zurzeit fünf Prozent den bereits niedrigen Lohn.
Weiterführende Links und Informationen zum Thema
>> Baufinanzierung - Wichtige Infos zum Thema Baukredit
>> Baukredit Zins-Check - Beste Zinsen für die Baufinanzierung
>> Baufinanzierer - Die wichtigsten Baufinanzierer im Profil