Kredit-Magazin News vom 13.06.2008
Sparkassen greifen Landesbanken an
Mit einem "Sieben-Punkte-Beschluss" machen die Sparkassen den Landesbanken in Deutschland Druck. Erstmals drohen die Sparkassen offen damit, ihre Beteiligungen an den Landesbanken zu verkaufen, wenn sich diese weiter gegen die Konsolidierung sträuben, teilte das Handelsblatt mit. Viele Landesbanken waren von der Kredit Krise in Mitleidenschaft gezogen worden. WestLB und BayernLB hatten lediglich durch öffentliche Bürgschaften und die finanzielle Hilfe der Sparkassen gerettet werden können.
"Die Landesbanken haben die Risikoabschirmungen kassiert und legen jetzt wieder die Hände in den Schoß", heißt es bei den Sparkassen. Sie fordern eine zügige Fusion der verbleibenden sieben Landesbanken zu höchstens drei Kredit Instituten. Anders als im Privatbankenbereich, der zurzeit von Spekulationen über die Verschmelzung von Postbank, Commerzbank und Dresdner Bank beherrscht wird, schreitet die Konsolidierung im öffentlich-rechtlichen Sektor kaum voran. Verantwortlich dafür ist sowohl die Unsicherheit der Landesbanken, denen die im Zuge der Kredit Krise verschlechterten Refinanzierungsbedingungen noch immer zu schaffen machen, als auch das Zögern der betroffenen Landesregierungen.
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