Kredit-Magazin News vom 10.10.2008
Staatsanwaltschaft untersucht Lehman-Überweisung der KfW
Die Zwischenfälle bei der staatseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) werden von der Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Main untersucht. Laut der Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Doris Möller-Scheu, liegen gegen die Vorstände der KfW insgesamt 19 Anzeigen wegen der Millionen-Überweisung an die zahlungsunfähige US-Investmentbank Lehman Brothers vor. "Derzeit prüfen wir, ob der Anfangsverdacht einer Straftat vorliegt und wir Ermittlungen gegen KfW-Vorstände einleiten müssen", sagte Möller-Scheu. Die KfW Förderbank hat inzwischen Revisions- und Wirtschaftsprüfberichte im Zusammenhang mit der Millionen-Überweisung an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet; diese werden nun ausgewertet, "Ende kommender Woche dürfte klar sein, ob wir Ermittlungsverfahren wegen Untreue einleiten", so die Sprecherin.
Hintergrund der Untersuchung ist die Überweisung von 319 Mio. Euro an die Kredit Bank Lehman Brothers zu einem Zeitpunkt, als die Insolvenz des Unternehmens bereits absehbar war. Die vereinbarte Gegenzahlung von 500 Mio. Dollar hatte die KfW durch die Insolvenzerklärung von Lehman nicht mehr erhalten. Insgesamt beläuft sich der Verlust aus dem gescheiterten Tauschgeschäft und weiteren Punkten laut Angaben der KfW auf 536 Mio. Euro.
Weiterführende Links und Informationen zum Thema
>> Kredit - Hintergrundinfos zu Krediten und Kreditsuche
>> KfW-Förderbank -Förderung durch die staatseigene Kreditanstalt
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