Kredit-Magazin News vom 17.09.2008
Tarifverhandlungen im Bankgewerbe gescheitert
Nach Angaben der Gewerkschaft Ver.di wurde auch die vierte Verhandlungsrunde im Tarifstreit zwischen Arbeitgebern und Beschäftigten der privaten und öffentlichen Banken ergebnislos beendet. Ein Ver.di-Sprecher erklärte, ein Grund für das Scheitern sei das Festhalten der Kredit Banken an einer Variabilisierung der Gehälter. Dieser Punkt sei für die Gewerkschaft nicht verhandelbar. Ver.di besteht darüber hinaus auf acht Prozent mehr Lohn oder einem Plus von mindestens 260 Euro monatlich für die 250.000 Bank-Beschäftigten.
Die Gewerkschaft will zudem angesichts der jüngsten Bankenfusionen einen Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen erreichen, was von Arbeitgeberseite strikt abgelehnt wird. Die Kredit Institute wollen ihrerseits eine flexiblere Handhabung der Gehälter im Vertrieb durchsetzen.
Dessen ungeachtet werden die Arbeitgeber ihren Mitgliedsunternehmen empfehlen, die Gehälter der Beschäftigten ab dem 1. November um 2,5 Prozent zu erhöhen. "Das entspricht der Inflationsrate und vergleichbaren Anhebungen in der Branche", sagte der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Heinz Laber. Man wolle den Tarifstreit mit Ver.di nicht auf dem Rücken der Beschäftigten austragen.
Die Gewerkschaft droht jetzt mit der Aufnahme von flächendeckenden Streiks; der Streik in Nordrhein-Westfalen soll heute fortgesetzt werden.
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