Kredit-Magazin News vom 09.05.2008
Tiefrote Zahlen bei der Dresdner Bank
Die Dresdner Bank stellt in der Kredit Krise weiterhin eine Belastung für den Allianz-Konzern dar. Das Unternehmen hat wegen hoher Verluste seiner Bankentochter im ersten Quartal dieses Jahres tiefrote Zahlen geschrieben. Der Überschuss fiel um 65 Prozent, Wertberichtigungen bei der Dresdner Bank in Höhe von 845 Mio. Euro haben das Gesamtergebnis des Allianz-Konzerns geschmälert. Analysten hatten den Verlust im Bankgeschäft weniger hoch eingeschätzt.
"2008 wird ein schwieriges Jahr bleiben", so Allianz Vorstandsmitglied Helmut Perlet. Dennoch bliebe man mittelfristig optimistisch, denn die Kennzahlen würden zeigen, dass das Unternehmen in sehr guter Verfassung sei. Die Allianz gehe jedoch nicht davon aus, dass die Ergebnisse im Bankgeschäft in diesem und nächsten Jahr so gut ausfielen, dass der Rückstand aus 2007 getilgt werden könne.
Analysten rechnen wegen der immer neuen Belastungen des Allianz-Konzerns durch die Dresdner Bank langfristig damit, dass der Versicherer das Bankinstitut verkaufen wird. Besonders das Privatkundengeschäft, das weiterhin schwarze Zahlen schreibt, hat bereits jetzt mögliche Interessenten. Die Allianz will diese Sparte gegebenenfalls in eine eigene Tochter auslagern.
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