Kredit-Magazin News vom 13.08.2008
US-Banken schränken Kreditvergabe weiterhin ein
Laut der vierteljährlichen Bankenumfrage der US-Notenbank (Fed) werden die Kredit Banken in den USA auch noch in der ersten Hälfte 2009 den aktuellen Trend zu strengeren Kriterien für Kreditnehmer und höheren Zinsaufschlägen fortsetzen. Für die Untersuchung wurden 52 US-Banken und 21 Niederlassungen ausländischer Kredit Institute befragt. Demnach haben die Banken seit der letzten Umfrage die Kreditvergabe und die Konditionen angesichts der Finanzkrise und einer drohenden Rezession "in allen Kreditkategorien" gestrafft.
Besonders drastisch trifft dies für Verbraucherprodukte zu: Sowohl bei Kreditkarten als auch bei Konsumentenkrediten haben 67 Prozent der Banken die Bedingungen verschärft - der höchste Stand seit Beginn der Fed-Aufzeichnung 1996. Zudem sind 34 Prozent weniger bereit, Ratenkredite zu gewähren. Bei Darlehen an große und mittelständische Unternehmen gaben etwa 60 Prozent der befragten Institute eine eingeschränkte Vergabe an. 65 Prozent erhöhten auch für kleinere Firmen die Bedingungen.
Eine entscheidende Rolle spielt darüber hinaus der amerikanische Hypothekenmarkt. Wenn die Banken die Vergabe von Baufinanzierungen weiter einschränken, ist mit einer Fortsetzung des Trends - der freie Fall der Hauspreise - zu rechnen.
Darüber hinaus gaben 80 Prozent der befragten Banken an, die Bedingungen bei sogenannten Helocs (Home Equity Lines of Credit) verschärft zu haben. Hierbei handelt es sich um eine spezielle Eigenheimkredit-Variante: Dem Kreditnehmer wird nicht die gesamte Darlehenssumme überwiesen, sondern er erhält eine flexible Kreditlinie mit variablen Zinsen. Besichert sind Helocs mit der Immobilie.
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