Kredit-Magazin News vom 24.09.2008
US-Senatsausschuss lehnt Krisenpaket für Banken ab
Der Bankenausschuss des US-Senats hat den Rettungsplan im Umfang von 700 Mrd. Dollar von US-Finanzminister Henry Paulson in der jetzigen Form wegen ernster Bedenken abgelehnt. Demokraten und Republikaner haben Bedenken gegen die Regierungspläne geäußert. Das Hilfspaket für den angeschlagenen Finanzsektor sei so "nicht akzeptabel", so der Ausschussvorsitzende Chris Dodd nach der Anhörung des Finanzministers. Der Bankenausschuss fordert von der Regierung, den Rettungsplan gemeinsam mit den Parlamentariern zu überarbeiten. Bisher seien den Abgeordneten "keine glaubhaften Versicherungen vorgelegt worden, dass dieser Plan auch funktioniert". Dodd kritisierte, das Paket verschiebe die Verantwortung für schlechte Entscheidungen gieriger Banker auf den Steuerzahler. "Aber es wird nicht einer einzigen Familie helfen, ihr Haus zu behalten."
US-Notenbankchef Ben Bernanke warnte im Falle einer Ablehnung der Pläne durch den Kongress vor "schwerwiegenden Konsequenzen". Paulson äußerste sich besorgt, dass weitere Bankpleiten und ausgetrocknete Kredit-Märkte "alle Teile unserer Wirtschaft" zu gefährden drohe. Er signalisierte jedoch, den Demokraten bei der Forderung nach einer verschärften Aufsicht über die Vermögensverwaltung der aufzukaufenden Wertpapiere entgegenzukommen. Bisher gibt es allerdings keine Einigung darüber, ob Obergrenzen für die Managervergütung in der Finanzbranche vorgeschrieben werden.
Die US-Regierung will den Kredit-Banken für 700 Mrd. Dollar faule Kredite und Problemwertpapiere abkaufen. Führende Kongresspolitiker stimmten den Plänen zwar grundsätzlich zu, forderten jedoch Schutzmechanismen und Hilfen auch für einfache US-Bürger.
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