Kredit-Magazin News vom 11.06.2008
Verdis Forderungen bei einer Bankenfusion
In die Gespräche um die geplanten Bankenfusionen hat sich die Gewerkschaft Verdi eingeschaltet. Laut dem Handelsblatt will Verdi die anstehende Tarifrunde im Bankgewerbe Mitte Juni dazu nutzen, im Falle von Bankenübernahmen Massenentlassungen auszuschließen. Verdi-Bundesvorstand Uwe Foullong sagte dem Handelsblatt: "Der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen wird eine Rolle spielen. Wir wollen das vertraglich verankert haben."
Die Gewerkschaft hatte bereits bei einer Fusion von Postbank, Commerzbank und Dresdner Bank vor einem möglichen Wegfall von bis zu 20.000 Arbeitsplätzen gewarnt. Bereits durch die Kredit Krise fielen im Jahr 2007 nach vorläufigen Verdi-Zahlen bei den Geschäftsbanken knapp 1.500 Stellen weg. Bei den Landesbanken wurde der weitere Abbau von Stellen angekündigt, allein bei der WestLB nochmals 1.350 Mitarbeiter.
Die Bankinstitute reagierten gestern mit einer klaren Absage auf die Verdi-Forderung. Die Arbeitgeber befürchten, dass durch höhere Personalkosten und den fehlenden Ausgleich durch betriebsbedingte Kündigungen Fusionen unattraktiv werden könnten. Synergien seien bei den Zusammenschlüssen dann kaum möglich.
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