Kredit-Magazin News vom 04.01.2009
VPB warnt vor Online-Musterverträgen
Der Verband Privater Bauherren (VPB) warnt vor der Verwendung von Muster-Bauverträgen aus dem Internet beim schlüsselfertigen Hauskauf. Potenzielle Käufer können dieses umfassende juristische Schriftstück im Internet finden und sich damit vermeintlich den Vertragsabschluss erleichtern. Thomas Penningh, Vorsitzender des VPB, rät allerdings von diesen Angeboten ab. "Wer sich auf sie verlässt, und glaubt, das Vertragsmuster regle zusammen mit dem Gesetz alles für sein Bauvorhaben Notwendige, der unterliegt einem Trugschluss", urteilt Thomas Penningh. "In den Musterverträgen fehlen wichtige Details, die der Bauherr individuell entscheiden muss."
Ein Bauvertrag legt die genaue Definition aller einzelnen Bauleistungen sowie verbindliche Termine, Sicherheiten und Zahlungspläne fest. Jeder vergessene Punkt muss von dem Immobilienkäufer später als Zusatzleistung beauftragt und teuer bezahlt werden. Der Verband rät deshalb zu individuell ausgehandelten Bauverträgen mit Hilfe einer seriösen und unabhängigen Beratung durch einen Sachverständigen.
Penningh warnt noch vor einem weiteren gravierenden juristischen Aspekt: Wenn ein Bauherr selber einen Mustervertrag verwende, trage er im Falle eines Rechtsstreits auch das Risiko. So gelten alle Klauseln, die den Hauskäufer unangemessen benachteiligen, weiterhin zu Gunsten des Bauunternehmers. Folge: Der Bauherr verliere den Schutz des Gesetzes vor dem Kleingedruckten, wenn er selbst das Kleingedruckte zum Vertragsinhalt mache. sch
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