Kredit-Magazin News vom 07.07.2009
Weitere Stufe bei Übernahme der Postbank durch Deutsche Bank
Die Deutsche Post AG hat ihr Aktienpaket an der Deutschen Bank am Markt verkauft und ist damit nicht mehr Aktionär von Deutschlands größtem Kredit Institut. Das Unternehmen hatte die 50 Mio. Aktien im Zusammenhang mit der Postbank-Übernahme erhalten und war mit rund acht Prozent der Anteile zum größten Aktionär der Deutschen Bank geworden. Durch den Aktienverkauf konnte die Post jetzt einen um etwa 100 Mio. Euro höheren Gewinn erzielen als erwartet. Insgesamt erhielt das Unternehmen bislang rund 5,0 Mrd. Euro aus dem Verkauf der Postbank-Anteile.
Im Januar hatten der Bonner Logistikkonzern und die Deutsche Bank eine dreistufige Transaktion vereinbart, nach der das Kredit Institut im ersten Schritt für seine eigenen Papiere durch die Post 22,9 Prozent an der Postbank erhalten sollte. Nach drei Jahren werden weitere 27,4 Prozent aus einer Pflichtumtauschanleihe der Post auf die Deutsche Bank übertragen. Für den restlichen Anteil des Postkonzerns an der Postbank von rund 12 Prozent bestehen weitere Kauf- und Verkaufsoptionen, die allerdings frühestens 2012 umgesetzt werden können. Die Deutsche Bank verfügt mittlerweile über eine Sperrminorität an der Postbank von 25 Prozent plus einer Aktie.
Die Transaktion war als heikel angesehen worden, da der Bund als größter Anteilseigner der Deutschen Post über die staatliche KfW-Förderbank rund ein Drittel der Aktien inne hat. Gleichzeitig hatte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Josef Ackermann, jegliche staatlichen Unterstützungen für die eigene Kredit Bank abgewiesen. bor
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