Die Bausparkasse Wüstenrot plant, von der HypoVereinsbank (HVB) die Bauspar-Tochter Vereinsbank Victoria Bauspar AG (VVB) zu übernehmen. Laut Angaben von Wüstenrot würden damit 500.000 Kunden und ein Potenzial von einer Milliarde Euro Bausparsumme hinzugewonnen werden. Die mit sechs Millionen Kunden drittgrößte deutsche Bausparkasse erhofft sich so ein Stärkung ihrer Marktposition. Alexander Erdland, Chef der Wüstenrot-Dachgesellschaft W&W, erklärte, mit der Übernahme würde die älteste deutsche Bausparkasse jetzt eine aktive Rolle in der Konsolidierung der Bausparbranche spielen.
Die HypoVereinsbank (HVB) ist bislang mit 70 Prozent an der VVB beteiligt, die weiteren 30 Prozent gehören zur Ergo Versicherungsgruppe. Die Münchener Kredit Bank will sich nach eigenen Angaben auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und sich aus diesem Grund von der Bauspar-Tochter trennen. Mit der Übernahme gehen Wüstenrot und die beiden bisherigen Anteilseigner zudem eine über mehrere Jahre angelegte exklusive Vertriebskooperation im Bausparvertrag-Bereich ein. Damit kann die Ludwigsburger Bausparkasse auf 13.000 Ergo- sowie 5.000 HVB-Vertriebskräfte in 600 Filialen zurückgreifen.
Beide Unternehmen erklärten, sobald das Kartellamt zugestimmt habe solle der Kaufvertrag kurzfristig unterzeichnet werden. bor
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