Kredit-Magazin News vom 03.10.2008
Zunehmend Manipulationen an Geldautomaten
In seiner neuesten Ausgabe warnt das Verbrauchermagazin test vor einer Zunahme bei Manipulationen an Geldautomaten. Margit Schneider von Euro-Kartensysteme ergänzt, allein im ersten Halbjahr 2008 habe die Polizei 431 Fälle registriert, fast so viele wie im gesamten Vorjahr. Häufig bauen die Betrüger bereits am Öffner zur Bank Vorsatzgeräte ein, die den Magnetstreifen der Kreditkarte ausspähen. Eine andere Variante ist, die kaum erkennbaren Geräte auf den Kartenschlitz am Geldautomaten zu stecken. Die ausgelesenen Daten werden anschließend auf eine Blankokarte kopiert.
Die Pin-Nummern der ec-Karten werden über Minikameras, die beispielsweise in einem Rauchmelder oder in einer selbstgebauten Zierleiste versteckt sind, ausgespäht. Bei einer weiteren Methode werden Fangschlingen in den Kartenleser montiert, sodass die Kreditkarten einklemmen. Als hilfsbereiter Kunde getarnt, gibt der Kriminelle dann den Rat, die Pin noch einmal einzugeben, und schaut bei der Eingabe zu. Nachdem das Opfer die Karte weiterhin nicht aus dem Automat holen kann und ohne Karte gegangen ist, öffnet der Betrüger die Schlinge und verfügt über Kredit-Karte und Pin.
Die Zeitschrift test rät deshalb, auf Auffälligkeiten zu achten und bei der Pin-Eingabe eine Hand oder das Portemonnaie als Sichtschutz über das Eingabefeld zu halten.
Weiterführende Links und Informationen zum Thema
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