Kredit-Magazin News vom 28.07.2008
Zwei weitere US-Banken wegen Kredit Krise pleite
Im Zuge der weltweiten Kredit Krise sind in den USA mit der First National Bank of Nevada und der First Heritage Bank NA of California zwei weitere Banken wegen Zahlungsunfähigkeit geschlossen worden. Die Konten der beiden Kredit Institute seien an die Mutual of Omaha Bank verkauft worden, teilte der staatliche Einlagensicherungsfonds FDIC mit. Die First National weist eine Bilanzsumme von 3,4 Mrd. Dollar und die First Heritage von 254 Mio. Dollar auf. Die FDIC schätzt, dass sie selbst mit etwa 862 Mio. Dollar einspringen muss, um Kundeneinlagen zu sichern.
Inzwischen ist es damit in diesem Jahr bereits zu sieben Bankenpleiten in den USA gekommen. Bereits Mitte Juli ist mit der Übernahme von dem größten Baufinanzierer IndyMac durch den Staat die drittgrößte Bankenpleite in der US-Geschichte eingetreten. Das Kredit Institut war in massive Finanzierungsnöte geraten. Zudem hatten die US-Regierung und die Notenbank Fed für die beiden landesgrößten Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac ein Nothilfe-Paket verabschiedet. Im Frühjahr stimmte die Investmentbank Bear Stearns unter dem Druck der US-Notenbank ihrem Notverkauf zu. Mit der Countrywide Financial wurde eine der größten Hypothekenfirmen des Landes durch den Finanzkonzern Bank of America übernommen.
Unterdessen hat der US-Kongress auf Initiative von US-Finanzminister Henry Paulson und US-Notenbankchef Ben Bernanke ein milliardenschweres Hilfspaket für Hausbesitzer und Kredit Banken verabschiedet, die von der Immobilienkrise in den USA betroffen sind. Auch US-Präsident George W. Bush wird nach eigener Aussage seinen Widerstand aufgeben und das Gesetz unterzeichnen.
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